Für einen klaren Verstand in der Krise

«NEUE FÄLLE», «CORONAFÄLLE» UND «NEUINFEKTIONEN» BEDEUTEN POSITIVE PCR-TESTS UND NICHT ERKRANKUNGEN! DAS IST EIN WICHTIGER UNTERSCHIED!

VERFOLGEN SIE DIE OFFIZIELLEN ZAHLEN, WERDEN SIE EIN DETEKTIV UND BILDEN SIE SICH EINE EIGENE MEINUNG!

LASSEN SIE SICH NICHT STRESSEN, DENN STRESS STEIGERT DEN CORTISOLSPIEGEL, CORTISOL BENEBELT DEN VERSTAND UND SCHALTET DIE IMMUNABWEHR AUS!

Diesen Text widme ich allen, die seit Wochen unter der Coronasituation leiden, gegen Existenzängste kämpfen und um psychische Stabilität ringen!

Seit einigen Wochen veröffentlichen wir in der Filiale in Cho d’Punt die offiziellen Daten, publiziert durch Bundesämter, weil wir uns und Ihnen eine Grundlage geben wollen, die Situation beurteilen zu können ohne die Dramatisierung durch die Medien. Die Medien brauchen Schlagzeilen und dafür brauchen sie grosse Zahlen.

So möchten wir ihnen hier mit klarem Kopf die Begriffe und Zahlen erläutern:

Positive PCR-Tests:

·      Im Mai gaben das BAG und Swissmedic noch bekannt, dass es eine genauere Untersuchung braucht, bevor bei einem positiven Test von einer Infektion gesprochen werden kann. Diese Definition wurde per 31.8.20 geändert: Neu gilt der PCR-Test als Nachweis einer Infektion. Medizinisch gesehen bedeutet Infektion aber noch nicht Erkrankung.

·      Die Anzahl der positiven Tests ist nicht aussagekräftig, wir müssen die Positivrate beachten. Das heisst, wie viele der durchgeführten Tests sind positiv.

·      Wichtig wäre auch noch die Bekanntgabe des sogenannten Zyklusschwelle der PCR-Tests. Siehe nächster Abschnitt.

Aussagekraft des PCR-Tests:

·      Der Erfinder der PCR-Methode, der Nobelpreisträger Kary Banks Mullis, leider 2019 mit 49 Jahren verstorben, sagte ausdrücklich, dass sich die Methode nicht als diagnostischer Test eignet. Auch Dr. Drosten, der Entwickler des ersten SARS-CoV-2-Tests sagte 2014 in einem Interview, dass ein PCR-Test zu unpassenden positiven Resultaten führen kann. So würde zum Beispiel mit einem Zyklusschwellenwert von 60 jeder Test positiv angeben.

·      Der PCR-Test funktioniert so: Ein kleines Stück Viren-RNA wird vervielfältigt – aus 1 wird 2, aus 2 wird 4, aus 4 wird 8 etc. Diese Schritte sind die Zyklen. Je häufiger sie durchgeführt werden, umso weniger RNA braucht es für einen positiven Test. Um die Aussagekraft des Tests beurteilen zu können, müsste man einen verbindlichen Zyklusschwellenwert kennen. Ist er zu hoch, lässt die Aussagekraft wieder nach, ob wirklich genug Viren da sind, um selber zu erkranken oder jemanden anzustecken oder ob die Viren noch vermehrungsfähig sind. Das Robert-Koch-Institut hält in einem Dokument zur Beendigung der Isolation fest, dass ab einer Zyklusschwelle von 30 nicht mehr von genügend Viren oder noch lebensfähigen Viren ausgegangen werden kann. Wie hoch die Zyklusschwelle in der Schweiz liegt, wird nicht kommuniziert. Weltweit geht man von 37 bis 40 Zyklen aus. Es wird in der Schweiz ähnlich sein.

Also die Positivrate ist zuverlässiger, doch auch sie leidet in der Aussagekraft unter den Unklarheiten des PCR-Tests. Ich rate hier noch die Sentinel-Meldungen des BAGs zu beachten.

Siehe Dokument im Aushang: Wochenbericht zu den grippeähnlichen Erkrankungen.

Seit Woche 34 werden in Sentinella-Praxen genommene Abstriche auf diverse Viren genauer untersucht. Man sieht, dass die vielen positiven PCR-Tests als Nachweis von SARS-CoV-2-Infektionen und die nachgewiesenen Viren sich in meinen Augen widersprechen. So sollen an den aktuellen grippeähnlichen Erkrankungen nur zu 5 % SARS-CoV-2 beteiligt sein und zu 68% andere Viren, wie zum Beispiel Rhinoviren oder andere Coronaviren. Da stellt sich schon die Frage, ob der Test nicht auch bei anderen Coronaviren positiv angibt.  

 

Hospitalisierungen und Todesfälle mit positivem PCR-Test

·      Das sind die Zahlen, die Sie im Situationsbericht des BAGs finden. Siehe Aushang. In der Regel sind diese Zahlen zuverlässige Zahlen. Noch zuverlässiger wären sie, wenn uns das BAG mehr dazu sagen würde, wie sie erhoben werden. In der Legende zur Tabelle vom BAG steht: Patienten mit laborbestätigter Infektion, also positivem PCR-Test. Also gezählt wird, wer einen positiven PCR-Test hat und im Spital ist oder verstirbt. Bedeutet das, dass der Patient auch ein COVID 19-Verdachtsfall war und der Spitalaufenthalt oder der Tod damit im Zusammenhang stand? Anzunehmen wäre es, aber mit dieser Art der Publikation gibt uns das BAG keine Garantie dafür. Rein theoretisch könnte ein Spitalaufenthalt oder der Tod wegen eines Unfalls und ein positiver PCR-Test ein Fall in dieser Statistik sein.  Ich kann mir den Grund vorstellen, wieso das BAG da vage bleibt. Bei den Risikopatienten ist es schwierig zu sagen, woran sie gestorben sind. Menschen aus einer Risikogruppe mit positivem PCR-Test und sogar starken Symptomen könnten trotzdem an ihrer Risikoerkrankung gestorben sein. Die Todesursache zu definieren ist da nicht immer einfach, denn es könnte auch sein, dass Risikopatienten ohne den Infekt, der sie zusätzlich schwächte, noch etwas länger gelebt hätten. Woran sterben die Risikopatienten? Ärzte lernen eine Todesursache zu bestimmen und die Todesursache wird auch dokumentiert. In einer statistischen Erfassung in einer Pandemiesituation, wo einem Amt ein Patient als Todesfall und ein positiver PCR-Test gemeldet werden, kann es aber durchaus sein, dass da auf dem Amt dann eine Korrelation beobachtet wird, die es so gar nicht gab. Machen Sie sich zu dem Thema bitte die eigenen Gedanken. Einfach zwei Tatsachen möchte ich Ihnen noch als Grundlage mitgeben: 1. Viele Erreger haben das Potenzial ein Leben zu verkürzen! Influenzaviren (echte Grippe) sind da besonders bekannt dafür, aber auch Rhinoviren (Schnupfen), andere Coronaviren und Erreger können zusätzliche Erkrankungen auslösen, die zum Tod führen. 2. Die neue Situation war eine grosse Herausforderung bei der medizinischen Behandlung. Ein Patient, der schon mehrere Medikamente gegen chronische Erkrankungen einnimmt, ist immer schwerer zu behandeln, und eine unbekannte Erkrankung verstärkt dies noch. Inzwischen hat man dazugelernt. So hat man jetzt zum Beispiel Kenntnis vom Thromboserisiko, das man schon von Influenzagrippen her kennt, und mit Heparinen (Blutverdünnung) behandeln kann. Man könnte sagen, bei unbekannten Erregern sind Todesfälle immer auch dem Unbekannten und nicht nur dem Erreger zuzuschreiben. Diesen zweiten Punkt müsste man übrigens in der Zahl der Todesfälle im Vergleich zur Zahl der Hospitalisierten sehen – steigen die Hospitalisierten stärker als die Verstorbenen, heisst das, man hat Fortschritte in der Behandlung gemacht.

Jetzt haben wir gesehen, dass es nicht einfach ist zu unterscheiden, ob jemand mit oder an COVID 19 verstorben ist. Viele Länder kommunizieren darum klar, dass sie nicht unterscheiden – zum Beispiel in Italien wurde das offiziell an einer Pressekonferenz gesagt. Von Belgien habe ich gehört, dass in Ermangelung von genügend Tests, einfach jeder Todesfall eines Risikopatienten, also zum Beispiel ein Herzinfarkt, ein COVID 19-Todesfall war. Das würde die hohen relativen Zahlen in Belgien erklären. Also muss auch die Zahl der Verstorbenen weiter analysiert werden. Da möchte ich Sie auf die Todesfallstatistik nach Altersklassen und Kantonen des Bundesamtes für Statistik (BAS) aufmerksam machen.

 

Todesfälle nach Altersklassen seit 2015

An diesen Zahlen ist nichts zu rütteln, sie sind absolut klar. Da gibt es eine grosse Tabelle der letzten 5 Jahre, aus der wir die Zahlen für unsere Tabelle entnehmen. Wir fügen in unsere Tabelle noch die kumulierten Zahlen als Zwischentotale ein jeweils am ungefähren Monatsende, damit man besser vergleichen kann. Wenn man sich diese Zahlen anschaut, sieht man, wie Grippe- und Hitzewellen in allen Jahren zu einer Übersterblichkeitskurve führen. Das heisst, die Kurven schiessen zu verschiedenen Zeiten in Jahr über das mehrjährige Mittel hinaus und zeigen uns so Epidemien oder Pandemien an. So war es auch dieses Jahr im April. Die Todesfälle stiegen rasant und steil an, es entstand eine spitzige und hohe Kurve, die als Grafik sehr bedrohlich aussah. Eine Kurve, die für Zahlen steht, kann man jedoch nicht nur aufgrund ihrer Höhe beurteilen, sondern man muss auch die Fläche unter der Kurve anschauen. Diese steht für die Gesamtzahl und ist relevant, wenn man etwas vergleichen will. Eine spitzige, hohe Kurve hat unter Umständen die gleiche Fläche unter der Kurve wie eine flache, breite Kurve – die spitzige, hohe sieht allerdings viel bedrohlicher aus. Wieso es dieses Jahr so einem rasanten Anstieg kam, darüber kann man spekulieren. Sicher die unbekannte Situation hat erfolgreiche Behandlungen erschwert – siehe oben. Vielleicht hat das Unbekannte auch unser Immunsystem überfordert, von dem geht man bei einer Pandemie aus. Man geht oder ging davon aus, dass wir keine Grundimmunität gegen einen neuen Erreger haben. In dem Punkt lernen wir im Moment gerade dazu. Man geht neu von einer sogenannten Kreuzimmunität aus, das heisst andere Coronaviren vergangener Jahre könnten das spezifische Immunsystem für das neue Coronavirus trainiert haben. Der Umstand, dass vor allem Menschen mit einem bestehenden Risiko schwer erkrankten und verstarben, weisst in meinen Augen noch auf etwas anderes Wichtiges hin: Wer ein topfittes Immunsystem hat, ist nicht nur vor bekannten Erregern geschützt, sondern auch vor unbekannten Erregern! Unser unspezifisches Immunsystem schützt uns seit jeher vor unbekannten Erregern und garantiert eine Grundimmunität. Ein leistungsfähiges Immunsystem ist allerdings an unsere Grundgesundheit geknüpft und leider bei den sogenannten Risikogruppen beeinträchtigt. Dazu aber später. Jetzt zurück zu der Kurve. Da die graphische Darstellung so bedrohlich aussieht, ist es besser, wenn auch etwas mühsamer, sich die Zahlen in Tabellenform anzuschauen und zu addieren. Schauen Sie sich die Zahlen auf der BAS-Webseite oder unseren wöchentlichen Aushang jeweils selber an. Zahlen lügen nicht, aber mit Zahlen kann man sehr gut lügen – darum bitte an die Quelle der Daten, genau lesen und nachdenken, was die Zahlen bedeuten.

Liebe Leser, ich hoffe nun, dass Sie nicht denken, ich verharmlose das Ganze. Nein, überhaupt nicht: Sogenannte virale Infektionen führen zu ernsten und bedrohlichen Erkrankungen. Seit ich berufstätig bin, beobachte ich mit Sorge, wie dies im Alltag ignoriert wird. Die Tendenz ein fiebersenkendes Mittel zu nehmen und wieder zur Arbeit zu gehen, ist erschreckend und hatte eine steigende Tendenz. Es ist, als würden wir uns nicht mehr zuständig fühlen für unsere Regeneration. Wir haben es delegiert an Medikamente und eine fortgeschrittene Medizin, die uns ja rettet, wenn es ernst wird. In der jetzigen Situation erkennen wir aber hoffentlich, dass unser Immunsystem unter Umständen besser auf Unbekanntes vorbereitet ist als die Medizin. Darum hier eine altbekannte medizinische Weisheit: Wer krank ist, braucht Ruhe, sogar Bettruhe! Eine gute Immunabwehr braucht viel Energie - gerade Fieber, welches ja Viren abtötet, braucht sehr viel Energie, und die steht uns nur zur Verfügung, wenn wir nicht an den Arbeitsplatz oder sonst wohin stressen. Wir müssen aus dem Aktivitätsmodus (für unser Nervensystem gleichbedeutend mit Kampf und Flucht) raus und in den Regenerations- und Reparaturmodus, denn nur da arbeitet das Immunsystem! Logisch, wenn Sie von einem Tiger verfolgt werden, ist ein Virus als Gefahr für den Moment vernachlässigbar – alle Energie geht in die Muskeln und keine in die Immunabwehr! Wenn der Tiger Sie frisst, ist das Virus belanglos. Der Energieaufwand für kurzfristiges Überleben übertrifft in dieser Situation den Energieaufwand für langfristiges Überleben. Man kann allerdings nicht ewig rennen! Die langfristige Gesundheit ist auch wichtig.

Das mit dem kurzfristigen Überleben und der langfristigen Gesundheit ist ein wichtiges Stichwort und soll uns zum Nachdenken anregen über die Pandemiemassnahmen. Pandemiemassnahmen sollen in einer unbekannten und bedrohlichen Situation Leben retten. Sie sind kurzfristig richtig und wichtig! Wenn aber die Massnahmen der langfristigen Gesundheit entgegenstehen, müssen sie vorzu neu abgewogen werden und es muss entschieden werden, wo die langfristige Gesundheit höher zu gewichten ist. Ganz sicher muss der Bevölkerung die Angst genommen werden, denn Sie erinnern sich, Angst versetzt uns unweigerlich in den Kampf- und Fluchtmodus und reduziert die Immunabwehr – und nicht nur die Immunabwehr, sondern alle notwendigen Reparaturen im Körper! Also kein Zustand, in dem wir lange bleiben sollten.

Um langfristig gesund zu sein, brauchen wir Sonne und Bewegung – «Bleib zu Hause» hat als Überlebenshilfe ein kurzes Verfalldatum. Wir brauchen Sozialkontakte, denn unser Eingebundensein in soziale Verbände vermittelt unserem Nervensystem Sicherheit und es kann sich Aufgaben wie Immunabwehr und Reparatur zuwenden. Was meinen Sie, hält der Kontakt zu Enkelkindern Menschen gesund oder ist es ein tödliches Risiko? Könnte es sein, dass das Eine kurzfristig gesund ist und das Andere langfristig? Kann es sein, dass der zeitliche Faktor in den Überlegungen zur Gesundheitsförderung im Pandemieplan nicht enthalten ist?

Es gibt noch Weiteres, das im Pandemieplan nicht bedacht ist und jetzt wird es paradox: Auch wenn uns die Gesichtsmasken vor Viren schützen sollen, unser Nervensystem ist auf akustische und visuelle Informationen aus dem Mundbereich angewiesen, um andere Menschen einschätzen zu können. Fehlen uns diese Informationen, bleiben wir im Kampf- oder Fluchtmodus. Im persönlichen Kontakt und Gespräch können Sie die Augen lesen, aber eine Restunsicherheit bleibt. Wenn Sie kurz bei Zahnarzt sind, schadet dies nicht, aber wenn Sie Tag für Tag in einem Bus oder Zug sitzen mit maskierten Menschen, macht das etwas mit Ihnen – unwillkürlich, grösstenteils unbewusst. Nicht vergessen, ein Lächeln vom Gegenüber ist nicht nur etwas, was uns beruhigt, sondern auch etwas, was wir aussenden um andere freundlich zu stimmen. Ein passives und aktives Sicherheitswerkzeug also. Das ist evolutionsbedingt und angeboren! Der Verstand kann das nur teilweise überschreiben. Eine freie Mundpartie des Gegenübers hilft aus dem Kampf- und Fluchtmodus zu kommen und Immunabwehr und Reparatur zu aktivieren. Ist es nicht das, was wir jetzt bräuchten? Darum zeigen Sie bitte, wenn immer möglich, also unter Berücksichtigung der Vorschriften, anderen Menschen und vor allem Kindern ein Lächeln.

Nun wird es noch paradoxer: Wenn eine ansteckende Krankheit die Runde macht, Sie zu Hause bleiben und Kontakte absolut vermeiden, werden Sie nicht angesteckt und somit auch nicht krank. Kurzfristig zumindest – langfristig ist aber Gesundheit mehr als nur das Vermeiden von Ansteckung. Für die langfristige Gesundheit brauchen wir ein starkes Immunsystem und ein starkes Immunsystem braucht, neben einem ausgeschalteten Kampf- und Fluchtmodus (in diesen Zeiten vielleicht gleichzusetzten mit einem ausgeschalteten Fernseher), vor allem Keime – Viren, Bakterien, bekannte und unbekannte – als Training für das Immunsystem. Sie erinnern sich: Kreuzimmunität und Stimulation der unspezifischen Immunität. Ein Kind, das steril aufwächst, wird kein gesundes Kind. Wenn wir unsere langfristige Gesundheit und die Kapazität unseres Immunsystems an die Wand fahren, haben wir bald ein sehr grosses Problem – genau mit unbekannten Viren!  

Wer auch immer im Moment die Entscheidungen unsere Gesundheit betreffend fällt, sei dringend dazu aufgerufen, sich auch um unsere langfristige Gesundheit zu kümmern! Das erfordert bei den Verantwortlichen viel Mut, ich weiss. Die Stimmungsmache in den Medien verunmöglicht den Fokus auf die langfristige Gesundheit und lenkt nur in die andere Richtung! Darum lassen Sie sich nicht in die Panik und in Sorgen lenken!

Da bleiben wir Menschen letztendlich in der Eigenverantwortung. Darum nochmals, informieren Sie sich anhand der offiziellen Daten, und brauchen Sie den eigenen Verstand. Für die langfristige Gesundheit können und müssen wir selber Verantwortung übernehmen, und von der Politik die notwendige Unterstützung einfordern.

In einem Punkt, der Beunruhigung und Ängste auslöst, kann ich Ihnen vielleicht noch helfen – denn es ist ja für die Gesundheit wichtig, nicht in Angst zu sein! Es erreichen uns immer wieder Berichte von dramatischen Schicksalen, Verläufen und Spätfolgen. Es gibt anscheinend sogar Zeitungen, die Geld bezahlen an ehemalige Erkrankte, die über die schlimmen Verläufe berichten. Diese Ereignisse, die es bei COVID 19 immer in die Schlagzeilen schaffen, kennt man auch bei anderen viralen Infekten. Ein Tipp, wenn Sie von einem COVID 19-Problem hören, recherchieren Sie, ob nicht auch Influenza das gleiche Problem verursacht. Sie werden überrascht sein. Die Influenzagrippe ist eine gravierende und nicht selten tödliche Erkrankung mit vielen langfristigen Folgeerkrankungen. Darum wird die Grippe jedes Jahr in speziellen Sentinella-Arztpraxen sorgfältig überwacht.  

Noch einmal: Keine virale Erkrankung ist bei geschwächten Personen oder kleinen Kindern auf die leichte Schulter zu nehmen, nicht einmal ein Schnupfen! Wer kein starkes Immunsystem hat, braucht medizinische Betreuung, wenn er erkrankt. Wer ein starkes Immunsystem hat, braucht wenigstens Ruhe, besser noch Bettruhe. Kein Medikament kann Ihr Immunsystem so gut bei der Arbeit unterstützen wie Ruhe! Das ist sehr wichtig und keinesfalls neu!

 

Zum Schluss noch ein Zitat vom Chefarzt für Infektiologie des Kantonsspital St. Gallen, Prof. Dr. med. Pietro Vernazza – seine Website infekt.ch ist sehr empfehlenswert:

« COVID-19 wird nicht verschwinden. Es wird Teil unseres Lebens werden. Gut zu wissen, dass unser Abwehrsystem in den Jahrmillionen der Evolution Methoden entwickelt hat, die uns helfen mit solchen Erregern umzugehen. Letztendlich bin ich überzeugt, dass unser Immunsystem uns mehr hilft als alle Plastikwände, Masken und Desinfektionsmittel.»

 

Paula Camenisch

 

Quellen:

BAG – Situationsbericht zur epidemiologischen Lage

 

BAS – Todesfälle nach Altersklassen und Kantonen

 

 

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