Kurzfristig oder langfristig? So könnte man es auch sehen

Wenn eine neue Gefahr auftaucht, empfiehlt es sich sofort und ohne Zögern sehr vorsichtig zu sein: Kampf oder Flucht ein Überlebensprinzip! Das heisst, die Massnahmen unseres Bundesrates angesichts einer unbekannten Gefahr waren sicher berechtigt - auch wenn sie in meinen Augen nach dem Reissleinen-Prinzip eingeführt werden hätten sollen: Dh viel konsequenter und schneller, nicht so töpfchenweise. Hätte wirkliche Gefahr gedroht, wäre nämlich der Mist schon ausgeführt gewesen zum Zeitpunkt des Shut-downs. Dazu schaut bitte die Grafik der ETH auf der Website infekt.ch an (überhaupt eine sehr gute Website des St. Galler Kantonsspitals - so sehen unabhängige Informationen aus!). Das Virus war schon vor dem Greifen der drastischen Massnahmen auf dem Rückzug und sogar Dr. Drosten spricht von einer überraschenden Hintergrundsimmunität - etwas anderes als die politischen Massnahmen hat uns gerettet, soviel ist wohl jedem klar! 

Ich werde unten noch jede Massnahme einzeln beleuchten und genauer erklären, was ich meine.

Um nun diesen Abschnitt gut zu verstehen, lohnt es sich vielleicht einen meiner älteren Blogs zu lesen, den über das Safe & Sound Protocol: Kampf und Flucht dient dem kurzfristigen Überleben. Wie lange man es durchhält, hängt von dem Energiereserven und Kräften ab - lange wird es nie sein. Also muss man die Situation neu beurteilen: Ist die Gefahr immer noch da, muss man in einen Art Energie-Spar-Zustand, indem man es länger aushält. In der Natur stellen sich Tiere tot, verlangsamen ihren Stoffwechsel, ihre Atmung etc - sagen wir, man stellt sich auf mittelfristiges Überleben ein. Ich meine, in diesem Zustand enden die meisten Stresserkrankungen - Kampf und Flucht ist auf Dauer nicht möglich, also organisiert sich unser Körper irgendwie mit einem Programm, das immer noch auf Bedrohung ausgerichtet ist, aber wenigsten keine Muskelkraft mehr verbraucht. Trotzdem bleibt die äussere Gefahr die bestimmende, die Immunabwehr ist immer noch zweitrangig. Repariert, regeneriert wird in diesem Zustand nicht, nur einfach alles niederschwellig in Betrieb behalten. Stoffwechselvorgänge werden zum Teil massiv angepasst, die Immunabwehr und Verdauung reduziert und mit der ausbleibenden Reparatur des Körpers entstehen unsere modernen Krankheiten. Ich behaupte, alles, was mit dem Körper chronisch schieflaufen kann, lässt sich darauf zurückführen. Die ganz langfristige Gesundheit hängt am Ende von einem Zustand ab, in dem wir uns sicher und geborgen fühlen. Da spielen plötzlich Faktoren positiv rein, die im Kampf-und-Flucht- und Erstarrungsmodus eher bedrohlich waren. Plötzlich bietet uns nämlich unser Umfeld die Möglichkeit, uns sicher zu fühlen. Unsere sozialen Fähigkeiten, unsere Mitmenschen, unser gut trainiertes Immunsystem und unser Glaube, nichts fürchten zu müssen, nicht einmal den Tod, sichern unser langfristiges Überleben. Unser Körper und unsere Psyche, kurz unser Nervensystem, muss fortlaufend evaluieren, ob wir nicht zurück ins langfristig Gesunde können. Diese Evaluation ist komplex, mehrschichtig und rückbezüglich - trotzdem sollte sie auch im Grossen in einer Gefahrensituation anwenden. 

Nach der Reissleinenphase, wo einfach schnell reagiert werden soll, ohne ein grosses Abwägen der Gefahr - darum auch richtig, dass die Gefährlichkeit zB eines Virus für diese Phase keine Rolle spiel. Die Situation muss aber sofort evaluiert werden und zwar nicht mit Hochrechnungen, die alles Komplexe ausklammern. Dass kann dann nämlich zu neuen Gefahren (die ausländischen Krankenpflegerinnen, die aus Angst nicht mehr nach Hause zu können, ihre Betagten in Italien alleine liessen) führen, zusätzlicher Angst oder falschen Annahmen führen. Nach der ultra kurzen Reissleinen-Phase, muss eine ebenfalls kurze Phase der vorsichtigen Anpassungen folgen, wo man versucht die Lage mit allen Rückbezüglichkeiten zu überblicken. Alle linearen Vorhersagen müssen dazu in ihrer Mangelhaftigkeit wahrgenommen werden, sie dienen nicht dazu eine Gefahr abzuschätzen. Es muss sorgfältig abgewogen werden, ob eine Massnahme oder die Gefahr schlimmer ist. Die Gefahr muss ganz genau erforscht werden (COVID-19-Beispiel: Es müssen die Todesursachen genau geklärt werden), nur so kann eine Massnahme abgewogen werden - und das Ganze muss natürlich speditiv vonstatten gehen! Denn auch in diesem Zustand kann man nicht lange bleiben, schädliche Massnahmen können nur bis zu besserem Wissen toleriert werde - und um besseres Wissen muss man sich schnell bemühen. Das Ziel muss immer sein, möglichst schnell in einen, dem Ganzen dienlichen Zustand zurückzukommen. 

Die Massnahmen des Bundes erfüllen diese Anforderungen nicht. Man zog keine Reissleine, sondern erstarrte allmählich - erstarrte immer mehr ohne genau zu wissen, was man tat. In dem Zustand der Erstarrung sind wir immer noch, auch wenn gelockert wird - eine Umkehr zu dem, was gesund ist, das heisst einen echten Plan, wie mit unserer langfristigen Gesundheit umzugehen ist, haben wir immer noch nicht. 

So, und hier schauen wir nun die Empfehlungen des Bundes an:

Abstand halten: Kurzfristig gut. Mittelfristig okay. Langfristig ganz schlecht - wenn wir einander ausweichen, gibt das ein ganz komisches Gefühl. Wie reagiert Ihr Nervensystem, wenn Ihnen jemand ausweicht oder Sie jemandem ausweichen? Erhöhte Alarmbereitschaft, oder? Das ist Flucht und nichts Gesundheitsförderliches. Nähe und Vertrauen fördern das Gefühl von Sicherheit. Sicherheit fördert Gesundheit.

Masken tragen: Hier wird es sehr komplex. Es fängt schon an, dass es nur im Kleingedruckten steht, dass Masken empfohlen werden, wenn man sich für länger als 15 Min näher kommt als 2 Meter - nein, man muss niemals die Strassenseite wechseln! 2 Meter und 15 Minuten! Sind Masken nun gut oder schlecht? Tröpfchen beim Husten und Niesen müssen gestoppt werden: Klar, das kann die Ellbeuge oder eine Maske - nur die Maske hat nach dem Husten und Niesen die Viren auf der Aussenseite und muss gewechselt werden. Oder anders gesagt, eigentlich machen sie nur für ein Restrisiko bei Gesunden ohne Ausscheidung Sinn, wenn das überhaupt Sinn macht. Für mich ganz klar: Die kurzfristige Maskensituation im Spital - sehr sinnvoll! Kurzfristig beim Husten und Niesen - auch sinnvoll, aber kaum praktikabel. Das kann die Ellbeuge fast besser. Mittelfristig im Alltag - umstritten. Für Masken spricht: Weniger Angst vor Mitmenschen; wir atmen alle zu heftig und haben eine durch Stress verursachte Tendenz zur Hyperventilation - das wird durch die Maske gebremst. Vielleicht ganz interessant, dass beobachtet wurde, dass es COVID19-Patienten mit einer eigentlich zu tiefen Sauerstoffsättigung besser ging. Hier muss die Medizin ihre Hausaufgaben neu machen und die Forschung des renommierten Prof. Buteyko anschauen, die der bisherigen gängigen Meinung über Sauerstoffstättigung widersprach und jetzt Auftrieb bekommt. Gegen die Maske spricht: Eigentlich ist die Nase unser erstes Virenabwehrorgan; werden wir nun durch eine Maske gezwungen, stärker, weil mehr Widerstand, und durch den Mund einzuatmen, steigt das Risiko, dass Viren und Co direkt in der Lunge landen. Husten oder Niesen wir in den Ellbogen, ist das Virus schnell nicht mehr reproduktionsfähig, denn im Ellbogen trocknet es schnell. An der Maske bleibt es feucht und warm und reproduktionsfähig. 

Übrigens die WHO sieht keine Vorteil im Masken tragen. 

Langfristig - ganz schlecht! Wir sind soziale Wesen; wir müssen die Mimik von anderen lesen können und mit unserer Mimik Ungefährlichkeit signalisieren können. Mimik ist eines unserer am höchsten entwickelten Sicherheitsinstrumente - Überleben 3.0! Dies schafft die Sicherheit, die wir brauchen, um zu verdauen, reparieren, regenerieren, gut zu Schlafen und für eine funktionierende Immunabwehr. 

Home-office: Kann kurz-, mittel- und langfristig positiv sein, weil es zu mehr Lebensqualität führen kann - lässt sich aber nicht generalisieren. Das ist jetzt nicht mein Spezialgebiet, um Vor- und Nachteile gut beurteilen zu können. Es ist aber definitiv eine Erfahrung, die zu neuen Möglichkeiten führt, was immer zu befürworten ist. 

Hände waschen: Da gehe ich gleich zu langfristig und beurteile es als gut! Wohlgemerkt: Hände waschen mit Seife und Wasser! Keine Desinfektionsmittel! Man hat die Mikrobiota am ganzen Körper getestet und nahm an, dass man an den Händen am meisten Fehlbesiedlungen/fremde Keime findet. Das Gegenteil war der Fall: Unsere eigenen Keime auf dem Händen verdrängen alles, was nicht hingehört in 5 - 10 Minuten. Ich gehe einmal davon aus, dass unsere eigenen guten Keime Wasser und Seife gewohnt sind. Alles was darüber hinausgeht an Desinfektion, begünstigt schlechte und gefährliche Keime, denn die wachsen vermehrt auf desinfizierten "Böden" - das ist bekannterweise das grosse Problem der Spitalhygiene. Was nun, wenn man unterwegs ist? Gar nichts, sich nicht immer ins Gesicht fassen und sich freuen, dass die eigenen Bakterien etwas Training bekommen. Die schwächsten Mikrobiota fand man übrigens an den Füssen - da wo es am wenigsten Training gibt! Darum ist man dann im Hallenbad auch am anfälligsten sich etwas einzufangen! 

Nicht Hände schütteln: Kurzfristig  - sehr gut. Wer krank ist, minimiert das Risiko für andere, denn es macht keinen Sinn, dass eine ganze Gemeinschaft gleichzeitig erkrankt. Mittelfristig gut, langfristig schlecht. Der Austausch von Bakterien ist ein Erfolgsprinzip des Menschen! Im Kontakt mit anderen, vor allem schlechten Bakterien wird unser Immunsystem stimuliert. Von anderen guten, dienlichen Bakterien profitieren wir und übernehmen sie. Schwache Besiedlungen werden durch starke Bakterien beimpft und gestärkt. Das Gleiche gilt fürs Küssen. Die Natur ist nicht blöd, ein Mikrobiom-Austausch ist gewünscht! Was hingegen ein Problem ist; wenn ein schwaches Mikrobiom auf schlechte Bakterien trifft. Vielleicht ist es in Zeiten von Desinfektionsmitteln wirklich besser, sich nicht die Hand zu geben... Hände schütteln hat sicher immer etwas mit Vertrauen zu tun! 

In die Ellbeuge schneuzen: In jeder Hinsicht sinnvoll - Bakterien und Viren sterben in der Ellbeuge rasch ab, weil trocken und nicht besonders warm. 

Bei Symptomen zu Hause bleiben: Kurzfristig - sinnvoll; es muss vermieden werden, dass der ganze Stamm gleichzeitig erkrankt, denn das würde auf Kosten der Sicherheit des Stammes gehen. Mittelfristig - sehr sinnvoll, denn wer krank ist, sollte ruhen und zu Hause bleiben. Auf keinen Fall Fieber senken und wieder zur Arbeit gehen. Das schadet allen, aber vor allem der eigenen Gesundheit! Langfristig - schädlich; würden wir Kinder zu Hause keimfrei einsperren, können sie kein kompetentes Immunsystem ausbilden! Wir brauchen den Kontakt zu Bakterien, Viren und anderem, was unser Immunsystem herausfordert! Es ist so wichtig, wie Vitamine in der Nahrung. Das Restrisiko bei normalem zwischenmenschlichem Umgang angesteckt zu werden, ist also gut und nicht schlecht! `

Nur noch nach telefonischer Absprache zum Arzt oder in den Notfall: Wenn das richtig verstanden und wirklich nur bei grippalen Symptomen so gemacht wird, immer sinnvoll. Wenn es falsch verstanden wird, man mit anderen akuten Erkrankungen nicht zum Arzt geht und dann auch nicht anruft, kann es gefährlich werden. Von einem gut informierten Arzt weiss ich, dass in den letzten zwei Monaten komischerweise gewisse sehr ernste Krankheiten auffällig selten wurden. Was das wohl bedeutet?