Kann ein Immunsystem zu stark sein?

Bis jetzt habe ich immer versucht die behördlichen Massnahmen zu relativieren; Mut zu machen, indem ich eine andere Perspektive aufgezeigt habe. In der jetzigen Situation ist das nicht mehr sinnvoll. Die Richtung ist vorgegeben, meine Meinung irrelevant.

Nur etwas möchte ich als einziges Fähnchen hochhalten: Das Terrain ist wichtig, Ihr Immunsystem ist wichtig!

Im Moment kursiert ein Artikel, dass genau ein zu starkes Immunsystem zu den Komplikationen in der Lunge führt. 

Das ist so nicht richtig und es ist mir wirklich ein Anliegen da Klarheit zu schaffen. 

In unserer Kultur gelten Allergien und Asthma als Zeichen eines überschiessenden Immunsystems.  Als überschiessend gilt, dass unser Immunsystem wegen einem ungefährlichen Eindringling, bei Allergien dem Allergen (Pollen, Tierhaar etc), unverhältnismässig stark reagiert. In unserer westlichen Kurzformel: Ein zu starkes Immunsystem! In der östlichen Medizin sieht man das anders; ein Immunsystem, das nicht verhältnismässig reagiert, ist ein schwaches Immunsystem, auch wenn es überschiesst, weil es eben nicht das Richtige tut. 

Diese östliche Sicht gewinnt jetzt mit der Mikrobiom-Forschung an Boden. Beim Kontakt mit einem Allergen wäre eigentlich die TH1-Immunantwort das Richtige, Fresszellen des Köpers umschliessen das Allergen, fressen es sozusagen auf. Diese gesunde Immunantwort wird im Wesentlichen vom Darm gesteuert und hängt von einem gesunden Mikrobiom ab. Schwächelt das Mikrobiom und unsere TH1-Immunantwort, verlagert sich der Köper auf Plan B: die TH2-Immunantwort. Diese funktioniert über die Aktivierung von Mastzellen und der Ausschüttung von Histamin - Blutgefässe öffnen sich, Rötung, Schwellung, Hitze und Juckreiz entsteht, der Körper versucht das Problem mit einer Entzündung zu lösen. Obwohl Entzündung eigentlich Reparatur ist, wird das Ganze schnell unangenehm und wenn chronisch auch funktionseinschränkend. Der Plan B ist also viel weniger elegant als der Plan A! Nicht zu stark, nicht überschiessend, sondern einfach weniger elegant und eher chronifizierend. Deshalb wollen wir eben genau das gesund starke Immunssystem, das den Plan A gut abwickeln kann.

Das Ganze nun in coronisch übersetzt: Ist das Immunsystem fit und stark, hat es alle Unterstützung und Werkzeuge, die es braucht (Mikrobiom, Mikro- und Makronährstoffe), kann die Immunantwort dem Plan A folgen und sich gezielt gegen das Virus richten. Ist das Immunsystem überfordert, weicht es auf Plan B aus: Es versucht mit Entzündung zu reparieren und retten, was noch möglich ist. Entzündung ist schnell hässlich. Entzündung ist bereit eigenes Gewebe zu opfern, um einen Eindringling zu vernichten.

Was führt zum Plan B und zur Entzündung: Ein Immunsystem, das zu schwach ist, um Plan A umzusetzen!